Die SPDqueer Baden-Württemberg traf sich zu einer Klausurtagung in der Landesgeschäftsstelle in Stuttgart. Im Mittelpunkt standen die strategische Ausrichtung der kommenden Monate, die inhaltliche Profilierung der SPDqueer sowie konkrete Maßnahmen, um Sichtbarkeit und Vernetzung innerhalb und außerhalb der Partei weiter zu stärken.
Die SPDqueer Baden-Württemberg versteht sich weiterhin als Anlaufstelle, Ansprechpartner*in und sichtbare Stimme für queere Themen. Dabei soll die Arbeit sowohl innerhalb der Partei als auch in der Öffentlichkeit mehr Wirkung entfalten.
Ein wichtiger Impuls kam von Markus Dosch, der als stellvertretender Landesvorsitzender das Vielfaltsbarometer 2025 vorstellte. Die Studie macht deutlich, dass die Akzeptanz von Vielfalt in Deutschland insgesamt zwar weiterhin im positiven Bereich liegt, im Vergleich zu 2019 jedoch spürbar zurückgegangen ist. Besonders die queere Community hat laut den Ergebnissen an Akzeptanz verloren. Daraus wurde in der Diskussion die klare politische Konsequenz gezogen, dass queere Rechte aktiv verteidigt werden müssen und sichtbare politische Arbeit weiterhin notwendig bleibt.
Im weiteren Verlauf wurden konkrete Arbeitsfelder und Ideen gesammelt, um die gesteckten Ziele umzusetzen. Dazu gehören unter anderem Veranstaltungsformate wie Vorträge, Austauschrunden oder lockere Treffen, ebenso wie die Fortführung und Weiterentwicklung des bereits erarbeiteten Positionspapiers. Auch die Zusammenarbeit mit queeren Arbeitsgemeinschaften anderer demokratischer Parteien und weiteren Kooperationspartner*innen soll ausgebaut werden.
Die stellvertretende Landesvorsitzende Désirée Grözinger zeigte sich zufrieden damit, dass im Landtagswahlprogramm bereits viele queere Themen berücksichtigt wurden. Das wurde als wichtiges Signal gewertet, zugleich aber auch als Auftrag, diese Inhalte künftig weiter zu sichern und auszubauen.
Ein Konzept zur stärkeren Einbindung der Mitglieder über regelmäßige digitale Regionalkonferenzen entwarf die stellvertretende Vorsitzende Philippa Stolle. Diese sollen dazu beitragen, alle Mitglieder besser einzubinden, regionale Themen aufzugreifen und den Austausch innerhalb der SPDqueer Baden-Württemberg zu stärken. Ein Regionalsystem mit Betreuungsregionen wurde ebenfalls vorgeschlagen, um den Kontakt vor Ort weiter auszubauen.
Darüber hinaus wurde beschlossen, dass es regelmäßig digitale Regionalkonferenz geben wird und die SPDqueer weiterhin die CSDs im Land unterstützen und bewerben möchte.
Die Klausurtagung machte deutlich, dass die SPDqueer Baden-Württemberg mit klaren Zielen, viel Teamgeist und einem starken politischen Anspruch in die kommenden Monate geht. Im Zentrum steht dabei weiterhin das gemeinsame Ziel, queere Perspektiven sichtbar zu machen, politisch zu stärken und in der sozialdemokratischen Arbeit konsequent zu verankern. Dabei war es vor allem Christian Gaus als Vorsitzenden wichtig, dass die SPDqueer Baden-Württemberg weiterhin die Rechte der queeren schützen möchte und sich darüber hinaus sich weiterhin für Vielfalt und Akzeptanz einsetzen werden.