Arbeitsgemeinschaften
Die SPDqueer Baden-Württemberg war in diesem Jahr mit einer eigenen Formation bei der Demonstration vertreten.
Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen setzte die Arbeitsgemeinschaft ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte für die queere Comunity.
Mit Bannern, Regenbogenfarben und klaren politischen Botschaften zeigte die SPDqueer auf der Route durch die Stuttgarter Innenstadt Präsenz. Die Teilnahme an der Demonstration unterstrich die Bedeutung einer offenen, solidarischen und diskriminierungsfreien Gesellschaft. Gerade in Zeiten, in denen queere Rechte immer wieder unter Druck geraten, sei es wichtig, sichtbar zu bleiben und Haltung zu zeigen.
Die SPDqueer Baden-Württemberg nutzte den CSD Stuttgart, um deutlich zu machen, dass Gleichstellung kein Lippenbekenntnis sein darf, sondern dass diese in Politik und Gesellschaft aktiv vorangetrieben werden muss. Dazu gehören der Schutz vor Diskriminierung, ein selbstbestimmtes Leben für queere Menschen sowie eine konsequente Unterstützung von Vielfalt in allen Lebensbereichen.
Der Christopher Street Day 2026 in Stuttgart war wieder einmal ein gelungenes Fest. Bei besten Temperaturen zog die Demonstration bunt wie eh und jeh durch die Innenstadt. Die Demonstration hat gezeigt wie vielfältig die Community ist – die feiernde Menge am Straßenrand hat gezeigt wie erfreut diese aufgenommen ist in der Stadt.
Die SPDqueer Baden-Württemberg traf sich zu einer Klausurtagung in der Landesgeschäftsstelle in Stuttgart. Im Mittelpunkt standen die strategische Ausrichtung der kommenden Monate, die inhaltliche Profilierung der SPDqueer sowie konkrete Maßnahmen, um Sichtbarkeit und Vernetzung innerhalb und außerhalb der Partei weiter zu stärken.
Die SPDqueer Baden-Württemberg versteht sich weiterhin als Anlaufstelle, Ansprechpartner*in und sichtbare Stimme für queere Themen. Dabei soll die Arbeit sowohl innerhalb der Partei als auch in der Öffentlichkeit mehr Wirkung entfalten.
Ein wichtiger Impuls kam von Markus Dosch, der als stellvertretender Landesvorsitzender das Vielfaltsbarometer 2025 vorstellte. Die Studie macht deutlich, dass die Akzeptanz von Vielfalt in Deutschland insgesamt zwar weiterhin im positiven Bereich liegt, im Vergleich zu 2019 jedoch spürbar zurückgegangen ist. Besonders die queere Community hat laut den Ergebnissen an Akzeptanz verloren. Daraus wurde in der Diskussion die klare politische Konsequenz gezogen, dass queere Rechte aktiv verteidigt werden müssen und sichtbare politische Arbeit weiterhin notwendig bleibt.
Die queere Community in der Mitte Baden-Württembergs
Die queere Community ist bunt, stark und selbstbewusst wie nie. Sie ist auf dem besten Weg, ihre eigene Identität zu finden und mit der Gesellschaft in ein gutes Miteinander zu bringen.
Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich auf den vielen CSDs im Land. Jedes Jahr kommen neue hinzu, insbesondere auch in ländlichen Regionen. Das zeigt: Wir sind mitten im Leben angekommen. Wir stehen zu unserer Vielfalt und sehen, wie diese unsere Gesellschaft bereichert.
Wir können mit Stolz auf die politische Arbeit und die Erfolge der letzten Jahre zurückblicken. Seit der „Ehe für Alle“ gab es noch viel zu tun. Ein großer Erfolg ist die Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes, das das alte und in weiten Teilen verfassungswidrige Transsexuellengesetz ersetzte. Die Diskriminierung bei den Blutspenden endete ebenso wie das „Diskretionsgebot“ für queere Geflüchtete. Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion wurde Baden-Württemberg einstimmig zum LSBTIQ-Freiheitsraum erklärt – dem ersten in einem deutschen Flächenland. Im Bund wurde der nationale Aktionsplan „Queer Leben“ erarbeitet und in Baden-Württemberg der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ weiterentwickelt. Zum ersten Mal gab es auch im Bund einen Queer-Beauftragten.
Unsere AGen sind eine Stärke, sind breit vernetzt und bieten Identifikation und Raum für aktives Parteiengagement.
Die Arbeitsgemeinschaften der SPD leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für unsere Partei. Sie bringen Menschen entlang ihrer Interessen, Erfahrungen und Kompetenzen zusammen, schaffen politische Beteiligung und vernetzen die SPD weit über Ortsvereine, Kreisverbände und Parteigrenzen hinaus.
Gleichzeitig liegt in den Arbeitsgemeinschaften viel fachlicher Sachverstand, praktische Erfahrung und Zugang zu gesellschaftlichen Bündnissen, Organisationen und Initiativen. Dieses Potenzial muss die SPD stärker nutzen.
Deshalb fordern wir gemeinsam:
Die SPD muss den Sachverstand der AGen systematischer einbinden, sie frühzeitiger an Programmatik, Kampagnen und politischen Positionierungen beteiligen und ihre organisatorische, kommunikative und finanzielle Unterstützung sichern.
Außerdem sollen die AGen stärker als Multiplikator*innen für die Außendarstellung der SPD eingebunden werden. Dafür braucht es feste Arbeitsformate zwischen Landesvorstand, Landtagsfraktion und Arbeitsgemeinschaften sowie mehr Austausch der AGen untereinander.
Denn Arbeitsgemeinschaften sind kein Kostenfaktor. Sie sind ein strategischer Mehrwert für eine starke, vernetzte und lebendige SPD.
Als AGen stehen wir zusammen.
Christian Gaus wurde als Landesvorsitzender wiedergewählt
Die SPDqueer Baden-Württemberg hat sich im Wahlkreisbüro von Isabel Cademartori in Mannheim zu ihrer Landesmitgliederversammlung getroffen. Neben den turnusgemäßen Vorstandswahlen standen der Rechenschaftsbericht des Landesvorstands, Berichte aus der queerpolitischen Arbeit sowie der Beschluss eines Arbeitsprogramms und weitere Anträge auf der Tagesordnung.
In den Grußworten wurde die Bedeutung einer starken queeren Stimme in der SPD und in der baden-württembergischen Landespolitik unterstrichen.
Im Rechenschaftsbericht blickte der Landesvorsitzende Christian Gaus auf die vergangenen Monate zurück. Im Mittelpunkt standen die angespannte politische Lage, zunehmende Anfeindungen gegen marginalisierte Gruppen sowie der Auftrag, mit mehr Solidarität und Vielfalt zu antworten. Zudem wurden die Begleitung der CSDs in Stuttgart und Mannheim sowie die Herausforderungen bei der Organisation großer queerer Veranstaltungen thematisiert.
Auch die Delegierten für den Bundeskongress und den Bundesausschuss wurden gewählt. Für den Bundeskongress entsendet die SPDqueer Baden-Württemberg künftig Christian Gaus, Philippa Stolle, Markus Dosch, Claire Eschemann und Lara Herter. Als Ersatzdelegierte wurden Sascha Brüning, Julius Siebert, Leandro Ceddia und Hans-Dieter Straup gewählt. Für den Bundesausschuss wurden Christian Gaus und Philippa Stolle gewählt; als Ersatzdelegierte stehen Claire Eschemann, Leandro Ceddia, Markus Dosch und Leonhard Ströber bereit.
Im Anschluss wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet. Die Versammlung wählte danach eine Wahlleitung und die Zählkommissionen.
Bei der Wahl des Landesvorsitzenden wurde Christian Gaus mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Zu stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt wurden:
06.06.2026 - 26.09.2026 CSDs
Spdqueer: CSD-Termine
In ganz Deutschland setzen dieses Jahr über 160 Christopher Street Days ein kraf …
05.09.2026 - 06.09.2026 SPDqueer Bundesvorstand
Der Bundesvorstand trifft sich zur Klausur, berät aktuelle politische Themen, plant Veranstaltungen, organisiert …
16.09.2026, 19:00 Uhr Landesvorstandssitzung
09.10.2026, 15:00 Uhr - 11.10.2026, 16:00 Uhr Regenbogenfamilienkonferenz 2026
https://ba-wue.lsvd.de/rbfk2026/
21.10.2026, 19:00 Uhr Landesvorstandssitzung