Arbeitsgemeinschaften
Das Queere Netzwerk Baden‑Württemberg (QNBW) hat ein neues E‑Learning zur Vielfalt von Geschlecht veröffentlicht. Dies ist ein digitales Fortbildungsmodul, das Beschäftigten in Behörden, Ämtern und Organisationen einen niedrigschwelligen Zugang zu Grundlagen geschlechtlicher Vielfalt bietet. SPDqueer Baden‑Württemberg begrüßt dieses Angebot ausdrücklich und sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu mehr Handlungssicherheit und respektvollem Umgang mit trans, inter und nicht-binären Menschen im beruflichen Alltag.
Geschlechtliche Vielfalt ist längst Teil unserer gesellschaftlichen Realität, doch viele Beschäftigte stehen im Arbeitsalltag vor Unsicherheiten und fragen siche welche Begriffe angemessen sind. Eben ist vielen wichtig, die Menschen korrekt angesprochen werden sollen und und welche rechtlichen Grundlagen seit dem Selbstbestimmungsgesetz gelten.
Das neue E‑Learning des QNBW beantwortet genau diese Fragen und vermittelt:
- Grundlagen geschlechtlicher Vielfalt
- respektvolle Sprache und Kommunikation
- rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere zum Selbstbestimmungsgesetz
- konkrete Handlungsempfehlungen für Alltagssituationen
- interaktive Lerneinheiten und biografische Einblicke
Damit entsteht ein praxisnahes Lernangebot, das sowohl Wissen vermittelt als auch konkrete Orientierung für den Umgang mit Bürger*innen, Kund*innen und Kolleg*innen bietet.
Die SPDqueer Baden-Württemberg war in diesem Jahr mit einer eigenen Formation bei der Demonstration vertreten.
Gemeinsam mit zahlreichen Unterstützerinnen setzte die Arbeitsgemeinschaft ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte für die queere Comunity.
Mit Bannern, Regenbogenfarben und klaren politischen Botschaften zeigte die SPDqueer auf der Route durch die Stuttgarter Innenstadt Präsenz. Die Teilnahme an der Demonstration unterstrich die Bedeutung einer offenen, solidarischen und diskriminierungsfreien Gesellschaft. Gerade in Zeiten, in denen queere Rechte immer wieder unter Druck geraten, sei es wichtig, sichtbar zu bleiben und Haltung zu zeigen.
Die SPDqueer Baden-Württemberg nutzte den CSD Stuttgart, um deutlich zu machen, dass Gleichstellung kein Lippenbekenntnis sein darf, sondern dass diese in Politik und Gesellschaft aktiv vorangetrieben werden muss. Dazu gehören der Schutz vor Diskriminierung, ein selbstbestimmtes Leben für queere Menschen sowie eine konsequente Unterstützung von Vielfalt in allen Lebensbereichen.
Der Christopher Street Day 2026 in Stuttgart war wieder einmal ein gelungenes Fest. Bei besten Temperaturen zog die Demonstration bunt wie eh und jeh durch die Innenstadt. Die Demonstration hat gezeigt wie vielfältig die Community ist – die feiernde Menge am Straßenrand hat gezeigt wie erfreut diese aufgenommen ist in der Stadt.
Die SPDqueer Baden-Württemberg traf sich zu einer Klausurtagung in der Landesgeschäftsstelle in Stuttgart. Im Mittelpunkt standen die strategische Ausrichtung der kommenden Monate, die inhaltliche Profilierung der SPDqueer sowie konkrete Maßnahmen, um Sichtbarkeit und Vernetzung innerhalb und außerhalb der Partei weiter zu stärken.
Die SPDqueer Baden-Württemberg versteht sich weiterhin als Anlaufstelle, Ansprechpartner*in und sichtbare Stimme für queere Themen. Dabei soll die Arbeit sowohl innerhalb der Partei als auch in der Öffentlichkeit mehr Wirkung entfalten.
Ein wichtiger Impuls kam von Markus Dosch, der als stellvertretender Landesvorsitzender das Vielfaltsbarometer 2025 vorstellte. Die Studie macht deutlich, dass die Akzeptanz von Vielfalt in Deutschland insgesamt zwar weiterhin im positiven Bereich liegt, im Vergleich zu 2019 jedoch spürbar zurückgegangen ist. Besonders die queere Community hat laut den Ergebnissen an Akzeptanz verloren. Daraus wurde in der Diskussion die klare politische Konsequenz gezogen, dass queere Rechte aktiv verteidigt werden müssen und sichtbare politische Arbeit weiterhin notwendig bleibt.
Die queere Community in der Mitte Baden-Württembergs
Die queere Community ist bunt, stark und selbstbewusst wie nie. Sie ist auf dem besten Weg, ihre eigene Identität zu finden und mit der Gesellschaft in ein gutes Miteinander zu bringen.
Dieses Selbstbewusstsein zeigt sich auf den vielen CSDs im Land. Jedes Jahr kommen neue hinzu, insbesondere auch in ländlichen Regionen. Das zeigt: Wir sind mitten im Leben angekommen. Wir stehen zu unserer Vielfalt und sehen, wie diese unsere Gesellschaft bereichert.
Wir können mit Stolz auf die politische Arbeit und die Erfolge der letzten Jahre zurückblicken. Seit der „Ehe für Alle“ gab es noch viel zu tun. Ein großer Erfolg ist die Verabschiedung des Selbstbestimmungsgesetzes, das das alte und in weiten Teilen verfassungswidrige Transsexuellengesetz ersetzte. Die Diskriminierung bei den Blutspenden endete ebenso wie das „Diskretionsgebot“ für queere Geflüchtete. Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion wurde Baden-Württemberg einstimmig zum LSBTIQ-Freiheitsraum erklärt – dem ersten in einem deutschen Flächenland. Im Bund wurde der nationale Aktionsplan „Queer Leben“ erarbeitet und in Baden-Württemberg der Aktionsplan „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ weiterentwickelt. Zum ersten Mal gab es auch im Bund einen Queer-Beauftragten.
Unsere AGen sind eine Stärke, sind breit vernetzt und bieten Identifikation und Raum für aktives Parteiengagement.
Die Arbeitsgemeinschaften der SPD leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für unsere Partei. Sie bringen Menschen entlang ihrer Interessen, Erfahrungen und Kompetenzen zusammen, schaffen politische Beteiligung und vernetzen die SPD weit über Ortsvereine, Kreisverbände und Parteigrenzen hinaus.
Gleichzeitig liegt in den Arbeitsgemeinschaften viel fachlicher Sachverstand, praktische Erfahrung und Zugang zu gesellschaftlichen Bündnissen, Organisationen und Initiativen. Dieses Potenzial muss die SPD stärker nutzen.
Deshalb fordern wir gemeinsam:
Die SPD muss den Sachverstand der AGen systematischer einbinden, sie frühzeitiger an Programmatik, Kampagnen und politischen Positionierungen beteiligen und ihre organisatorische, kommunikative und finanzielle Unterstützung sichern.
Außerdem sollen die AGen stärker als Multiplikator*innen für die Außendarstellung der SPD eingebunden werden. Dafür braucht es feste Arbeitsformate zwischen Landesvorstand, Landtagsfraktion und Arbeitsgemeinschaften sowie mehr Austausch der AGen untereinander.
Denn Arbeitsgemeinschaften sind kein Kostenfaktor. Sie sind ein strategischer Mehrwert für eine starke, vernetzte und lebendige SPD.
Als AGen stehen wir zusammen.
21.10.2026, 19:00 Uhr Landesvorstandssitzung
23.10.2026, 15:00 Uhr - 25.10.2026, 14:00 Uhr Bundesvernetzungstreffen „Queer im ländlichen Raum“
Bundesvernetzungstreffen „Queer im ländlichen Raum“ – Akademie Waldschlösschen
07.11.2026, 10:00 Uhr - 18:00 Uhr Fachtag zum Grundsatzprogramm: Zusammen Vielfalt Verteidigen
https://spdqueer.spd.de/termine/fachtag-2026
08.11.2026 Bundesausschuss
Der Bundesausschuss (BA) ist eines der zentralen Gremien unserer Arbeitsgemeinschaft. Die Delegierten und der …
18.11.2026, 19:00 Uhr Landesvorstandssitzung